Kurz beantwortet
Die wichtigsten Begriffe rund um Homepage und SEO: Indexierung (Google nimmt eine Seite in den Suchindex auf), Title-Tag (der Titel im Suchergebnis), Meta-Beschreibung (der Text darunter), Backlink (ein Link von einer anderen Website), Core Web Vitals (Messwerte für Ladezeit und Bedienbarkeit), strukturierte Daten (maschinenlesbare Angaben zum Betrieb) und 301-Weiterleitung (dauerhafte Umleitung einer alten Adresse). Wer sie kennt, kann Angebote vergleichen.
Das Wichtigste in Kürze
- Wer die Begriffe kennt, kann Angebote für Website und SEO besser vergleichen.
- Viele Begriffe beschreiben Selbstverständliches, das in jeder Website stecken sollte.
- Google arbeitet in drei Schritten: Crawling, Indexierung, Ausspielen der Ergebnisse.
- Frag nach, wenn ein Anbieter etwas nicht verständlich erklären kann.
Wie funktioniert Google in drei Schritten?
Bevor es um einzelne Begriffe geht, hilft das Grundprinzip. Google beschreibt die Suche in drei Stufen, und nicht jede Seite schafft alle drei:
- Crawling: Google findet und liest deine Seite.
- Indexierung: Google versteht den Inhalt und nimmt die Seite in den Suchindex auf.
- Ausspielen: Bei einer Suche wählt Google aus dem Index die passendsten Seiten.
Fast jeder Begriff unten gehört zu einer dieser Stufen. Wichtig dabei: Google nimmt nach eigener Aussage kein Geld dafür, eine Seite öfter zu crawlen oder höher zu reihen.
Die 20 Begriffe im Überblick
Die Begriffe sind nach Bereichen sortiert. Die ersten beiden Gruppen betreffen jede Website, die dritte jeden Betrieb mit Kundschaft vor Ort, die vierte wird gerade wichtiger.
Website und Technik
- Domain: deine Adresse im Netz, etwa kalena-designs.at. Sie sollte auf deinen Betrieb registriert sein, nicht auf die Agentur.
- Hosting: der Server, auf dem die Website liegt. Er beeinflusst Ladezeit und Ausfallsicherheit. Für Betriebe in Österreich ist ein Standort in der EU aus Datenschutzsicht naheliegend.
- CMS (Redaktionssystem): das Programm, mit dem du Inhalte selbst änderst, etwa WordPress, Wix Studio oder ein Headless-CMS. Lass dir vor der Beauftragung zeigen, wie du einen Text oder ein Bild austauschst.
- Responsive Design: Die Website passt sich an Handy, Tablet und Desktop an. Heute Standard, aber prüfe es auf deinem eigenen Handy.
- SSL / HTTPS: verschlüsselte Verbindung, erkennbar am Schloss im Browser. Ohne HTTPS warnen Browser vor Formularen.
- Core Web Vitals: Messwerte von Google für Ladezeit, Reaktionszeit und stabiles Layout. Sie sind Teil der Bewertung der Nutzererfahrung.
Suchmaschinen
- Crawling: Google besucht und liest deine Seiten. Seiten, auf die kein Link zeigt, werden schwer gefunden.
- Indexierung: Google nimmt eine Seite in den Suchindex auf. Nur indexierte Seiten können erscheinen. Ein noindex-Tag verhindert das bewusst, etwa für Danke-Seiten.
- Sitemap: eine Liste aller Seiten, die Google finden soll. Sie wird in der Search Console eingereicht.
- Title-Tag: der Titel, den Google im Suchergebnis meist als blauen Link zeigt. Er sollte Leistung und Ort nennen.
- Meta-Beschreibung: der kurze Text unter dem Titel. Er beeinflusst, ob jemand klickt, Google kann ihn aber durch einen eigenen Auszug ersetzen.
- Keyword: der Suchbegriff, für den eine Seite gefunden werden soll, etwa „Dachdecker Graz“. Pro Seite ein Hauptthema. Die besten Keywords stammen oft aus den Worten, die deine Kundschaft am Telefon verwendet.
- Backlink: ein Link von einer anderen Website auf deine. Links von seriösen, thematisch passenden Seiten sind ein Vertrauenssignal, gekaufte Links verstoßen gegen die Richtlinien.
- Interne Verlinkung: Links zwischen deinen eigenen Seiten. Sie zeigen Google, welche Seiten zusammengehören und welche wichtig sind.
- 301-Weiterleitung: leitet eine alte Adresse dauerhaft auf eine neue um. Unverzichtbar bei jedem Relaunch.
Lokale Suche
- Google-Unternehmensprofil: dein Eintrag in Google Maps und der lokalen Suche, mit Öffnungszeiten, Fotos und Bewertungen.
- Local Pack: die Karte mit einigen Betrieben, die bei lokalen Suchen oft über den normalen Ergebnissen erscheint. Wer hier steht, wird oft angerufen, ohne dass die Website überhaupt besucht wird.
- NAP: Name, Adresse, Telefonnummer (englisch „Name, Address, Phone“). Sie sollten überall gleich lauten, auf Website, Profil und in Verzeichnissen wie Herold oder WKO-Firmen-A-Z.
- Strukturierte Daten: maschinenlesbare Angaben zu Betrieb, Adresse und Öffnungszeiten im Quelltext. Google dokumentiert dafür ein eigenes Format für lokale Unternehmen.
KI-Suche
- GEO (Generative Engine Optimization): Inhalte so aufbereiten, dass KI-Assistenten wie ChatGPT oder die KI-Übersichten von Google sie verstehen und zitieren. Das Fundament ist dasselbe wie bei SEO: klare Antworten, saubere Struktur, eindeutige Firmendaten. Mehr dazu im Artikel SEO und GEO 2026.
Fünf Begriffe, die in Angeboten oft vage bleiben
Neben den 20 Grundbegriffen tauchen in Angeboten Sammelbegriffe auf, hinter denen sich sehr Unterschiedliches verbergen kann. Frag bei diesen immer nach, was konkret gemacht wird.
- Onpage-SEO: alles, was auf deiner eigenen Website passiert, also Texte, Titel, Struktur, Technik. Frag: Welche Seiten werden überarbeitet?
- Offpage-SEO: alles außerhalb, vor allem Links und Erwähnungen. Frag: Woher kommen die Links, und sind sie gekauft?
- Local SEO: Sichtbarkeit in der lokalen Suche und in Google Maps. Frag: Wird das Unternehmensprofil gepflegt, und von wem?
- SEO-Audit: eine Prüfung der Website. Frag: Bekomme ich eine Liste mit Prioritäten oder nur einen automatischen Bericht?
- Content: Inhalte. Frag: Wie viele Seiten oder Artikel, wer schreibt sie, und wer prüft sie fachlich?
Ein gutes Angebot beantwortet diese Fragen, bevor du sie stellst. Bei einem Installateur in Graz-Liebenau etwa sollte konkret stehen, für welche Leistungen und Orte Seiten entstehen, nicht nur „Content-Optimierung“.
Welche Begriffe gehören in jedes Angebot?
Mit dieser Tabelle prüfst du ein Angebot für eine neue Website. Die linke Spalte sollte selbstverständlich enthalten sein, die rechte ist je nach Betrieb sinnvoll.
Sollte in jeder Website stecken | Je nach Betrieb sinnvoll |
|---|---|
HTTPS, responsive Design | Ratgeber-Inhalte, Blog |
Eindeutige Title-Tags und Meta-Beschreibungen | Linkaufbau aus der Region |
Sitemap, eingerichtete Search Console | Mehrsprachigkeit |
Strukturierte Daten für den Betrieb | laufende SEO-Betreuung |
301-Weiterleitungen beim Relaunch | Optimierung für KI-Suche |
Gute Core Web Vitals am Handy | Auswertung von Anrufen und Anfragen |
Typische Missverständnisse
- „Die Meta-Keywords sind wichtig.“ Google schreibt selbst, dass es das Meta-Keywords-Feld weder für die Indexierung noch für das Ranking nutzt. Wer dafür extra verrechnet, verkauft etwas Überholtes.
- „Einmal indexiert heißt oben.“ Indexierung ist nur die Voraussetzung. Ob du erscheinst, entscheidet die dritte Stufe.
- „Mehr Backlinks sind immer besser.“ Qualität und Bezug zählen, nicht die Menge.
- „Das Unternehmensprofil ist Sache von Google.“ Du pflegst es selbst, und es gehört dir.
- „Die Agentur braucht meine Zugänge dauerhaft.“ Zugänge zu Domain, Search Console und Profil laufen am besten über dein Konto, die Agentur bekommt eine Freigabe. So behältst du die Kontrolle, auch wenn du den Anbieter wechselst.
- „SEO ist nach dem Launch erledigt.“ Die Grundlagen ja, die Sichtbarkeit nicht. Mitbewerber, Suchgewohnheiten und Google selbst ändern sich.
Was du damit anfangen kannst
Nimm ein Angebot, das du bekommen hast, und prüfe es gegen die Tabelle. Fehlt etwas aus der linken Spalte, frag nach. Kann dir ein Anbieter einen der Begriffe nicht in zwei Sätzen erklären, ist das ein Hinweis.
Ein Beispiel: Eine Physiotherapiepraxis in Graz-St. Peter bekommt zwei Angebote. Das erste nennt „Website inkl. SEO“ ohne weitere Details. Das zweite listet Seiten pro Behandlung, Titel und Beschreibungen, strukturierte Daten mit Öffnungszeiten, eingerichtete Search Console und Unterstützung beim Unternehmensprofil. Das zweite ist nicht automatisch teurer, aber du weißt, was du bekommst, und kannst es nach dem Launch prüfen. Welche Leistungen es rund um SEO gibt und welche du wirklich brauchst, beschreibt der Artikel SEO-Dienstleistungen für KMU. Warum Homepage und SEO zusammen geplant werden sollten, erklärt Homepage und SEO zusammen planen. Unsere Leistungen für Betriebe in Graz und der Steiermark: SEO für lokale Unternehmen aus Graz, die Preise dazu unter Webdesign-Preise.
Quellen und weiterführende Informationen
Häufige Fragen
Was ist ein Backlink?
Ein Link von einer anderen Website auf deine. Links von seriösen, thematisch passenden Seiten sind für Google ein Vertrauenssignal, gekaufte Links verstoßen gegen die Richtlinien.
Was bedeutet Indexierung?
Google nimmt eine Seite in den Suchindex auf. Nur indexierte Seiten können in den Suchergebnissen erscheinen.
Was sind Core Web Vitals?
Messwerte von Google für Ladezeit, Reaktionszeit und stabiles Layout einer Seite. Google nutzt sie zur Bewertung der Nutzererfahrung.
Was ist der Unterschied zwischen Title-Tag und Meta-Beschreibung?
Der Title-Tag ist der Titel im Suchergebnis, die Meta-Beschreibung der kurze Text darunter. Der Titel ist für das Ranking wichtiger, die Beschreibung für den Klick.
Was bedeutet NAP?
Name, Adresse, Telefonnummer. Diese Angaben sollten auf Website, Unternehmensprofil und in allen Verzeichnissen identisch geschrieben sein.
Geschrieben von

Adam Khalil, BSc
Gründer und Lead Developer, Kalena Designs, Graz
Adam Khalil hat Kalena Designs 2019 in Graz gegründet und baut seitdem Websites, Online-Shops und Automatisierungen für kleine Betriebe in der Steiermark. Er schreibt darüber, was eine Website an Anfragen bringt, wie lokale Sichtbarkeit bei Google und in KI-Suchen entsteht und wo KI im Betriebsalltag wirklich Zeit spart. Das Wix-Partnerkonto, über das er Wix-Studio-Projekte umsetzt, ist von Wix Studio als Expert Developer zertifiziert.
Das Team hinter Kalena DesignsPassende Leistung
SEO Agentur Graz
Wenn jemand in Graz nach deiner Leistung sucht, sollst du auftauchen: bei Google, in Google Maps und in den Antworten von ChatGPT und Co. Wir machen dich sichtbar, messen, was es bringt, und versprechen dir keinen Platz 1.
Umfang, Ablauf und Preise


