Kurz beantwortet
Ein gutes Anfrageformular für Elektriker fragt bei PV-Anfragen zuerst Dachart, Jahresverbrauch, Speicherwunsch, Wallbox und ein Foto vom Zählerkasten ab, danach Postleitzahl und Zeitraum, erst am Schluss die Kontaktdaten. So erkennst du vor dem Rückruf, ob der Auftrag passt, und die Frage nach der Förderung beantwortet ein Verweis auf die OeMAG statt veralteter Beträge.
Das Wichtigste in Kürze
- Fünf Angaben reichen für eine erste Einschätzung: Dach, Jahresverbrauch, Speicher, Wallbox, Foto vom Zählerkasten.
- Die Postleitzahl kommt vor den Kontaktdaten, damit Anfragen außerhalb deines Gebiets früh eine freundliche Antwort bekommen.
- Unterlagen für den Netzbetreiber, etwa Grundstücks- und Katastralgemeindenummer, fragst du erst nach dem Erstgespräch ab.
- Förderbeträge nicht auf die Website abschreiben: Ablauf erklären, OeMAG verlinken, Stand dazuschreiben.
- Nur Fotos von Dach und Zählerkasten anfordern, nicht vom ganzen Haus.
Ein PV-Anfrageformular sortiert vor, wenn es vor den Kontaktdaten fünf Dinge abfragt: Dach, Stromverbrauch, Speicherwunsch, Wallbox und ein Foto vom Zählerkasten. Mit diesen Angaben erkennst du vor dem ersten Rückruf, ob der Auftrag zu dir passt, und kannst ein grobes Angebot vorbereiten, statt erst einen Besichtigungstermin auszumachen.
Nimm einen Elektrobetrieb im Grazer Umland mit acht Leuten. Über die Website kommt eine Nachricht: „Was kostet eine PV-Anlage?“ Kein Ort, kein Dach, keine Zahl. Der Chef ruft am Abend zurück, fragt zehn Minuten lang alles ab und merkt am Ende, dass das Haus außerhalb seines Einsatzgebiets liegt. Solche Gespräche spart ein Formular, das die richtigen Fragen stellt.
Wie so ein Anfrageweg in die ganze Website für deinen Elektrobetrieb passt, zeigen wir auf der Branchenseite. Welche Grundregeln wir bei Websites für Betriebe in Graz immer anwenden, steht in der Übersicht.
Warum ein leeres Kontaktformular für PV-Anfragen nicht reicht
Ein leeres Textfeld überlässt der Kundschaft die Entscheidung, was wichtig ist, und die weiß es nicht. Wer zum ersten Mal über Photovoltaik nachdenkt, kennt oft weder seinen Jahresverbrauch noch den Unterschied zwischen Volleinspeisung und Überschusseinspeisung.
Ein geführtes Formular stellt deshalb eine Frage nach der anderen, mit Antworten zum Antippen. Das fühlt sich für die Kundschaft wie ein kurzes Gespräch an, und du bekommst Angaben, die du vergleichen kannst. Warum lange, unklare Formulare Anfragen kosten, erklärt unser Beitrag zu Formularen, die abgebrochen werden.
Anfrageformular für Elektriker: diese fünf Angaben brauchst du vorab
Die folgenden Fragen reichen für eine erste Einschätzung. Energie Steiermark fragt in ihrem Planungsleitfaden ähnliche Punkte ab, etwa Dachart, Ausrichtung, Heizsystem und zusätzliche Verbraucher wie Pool, Sauna oder E-Ladestation (Stand September 2026) [Q1].
- Das Dach: Art (Ziegel, Blech, Flachdach), grobe Ausrichtung, und ob es in den nächsten Jahren saniert wird. Antworten zum Antippen, dazu ein Foto vom Dach, wenn vorhanden.
- Der Stromverbrauch: Jahresverbrauch in kWh laut letzter Jahresabrechnung. Wer ihn nicht weiß, wählt die Haushaltsgröße.
- Der Speicher: ja, nein oder „möchte beraten werden“.
- Die Wallbox: gibt es ein E-Auto oder ist eines geplant?
- Der Zählerkasten: ein Foto mit geöffneter Tür. Daran erkennst du meist, wie alt die Anlage ist und ob vor der PV-Montage Arbeiten am Zählerplatz nötig werden.
Danach kommen Postleitzahl, gewünschter Zeitraum und erst am Schluss Name, Telefon und E-Mail. Die Postleitzahl vor den Kontaktdaten hat einen einfachen Grund: Liegt die Adresse außerhalb deines Gebiets, kann das Formular das freundlich sagen, bevor jemand seine Daten eintippt.

Welche Angaben braucht später der Netzbetreiber?
Für die Anmeldung beim Netzbetreiber brauchst du Daten, die im Erstformular noch nichts verloren haben, die du aber früh ankündigen kannst. Die Energienetze Steiermark verlangen im Einspeiserportal unter anderem die Anlagenadresse mit passender Grundstücks- und Katastralgemeindenummer, die netzwirksame Leistung in kW und einen zugelassenen Wechselrichter. Bei Überschusseinspeisung muss die Anlagenadresse mit dem Zählpunkt übereinstimmen, über den der Haushalt Strom bezieht (Stand September 2026) [Q2].
Das ist nichts für die erste Anfrage. Frag die Kundschaft stattdessen nach dem Erstgespräch in einer kurzen Mail nach diesen Unterlagen, am besten mit einem Hinweis, wo sie zu finden sind. Das Netzanschlusskonzept wird laut Energienetze Steiermark im Regelfall für zwölf Monate ausgestellt; verlängern lässt es sich nur, wenn man das innerhalb dieser Frist beantragt [Q2]. Ein Satz dazu auf deiner Website erklärt der Kundschaft, warum du nach der Zusage aufs Tempo drückst.
Welcher Netzbetreiber für eine Adresse zuständig ist und welche Unterlagen er verlangt, steht auf dessen Website. Schreib aus deiner eigenen Erfahrung dazu, was in deinem Gebiet gilt.

Wie gehst du mit Fragen zur Förderung um?
Viele PV-Anfragen beginnen mit der Frage nach der Förderung, und genau dieser Teil einer Website veraltet am schnellsten: Beträge von vorletztem Jahr, abgelaufene Fristen, falsche Stellen. Nenne deshalb nur, was du belegen kannst, mit Datum.
Für den bundesweiten EAG-Investitionszuschuss ist die OeMAG als Abwicklungsstelle zuständig. Anträge für Photovoltaik und Speicher werden dort während geöffneter Fördercalls eingebracht, und laut OeMAG ist das nur mit einer gültigen Zählpunktbezeichnung eines Einspeisezählpunkts möglich (Stand September 2026) [Q3]. Die OeMAG hält ebenfalls fest, dass nach Einreichung des ersten korrekten Förderantrags bereits bestellt werden darf [Q3].
Für dein Formular heißt das: eine Frage „Förderung gewünscht?“ mit ja, nein oder unsicher. Auf der Website erklärst du den Ablauf in eigenen Worten und verlinkst die OeMAG, statt Beträge abzuschreiben. Fördersätze und Termine ändern sich; wer sie auf der eigenen Seite nennt, muss sie bei jedem neuen Call nachziehen. Die individuelle Förderberatung bleibt Sache der Förderstellen.
Wie wir den Anfrageweg bei E-TEC aufgebaut haben
Für E-TEC Elektrotechnik, einen Betrieb für Elektrotechnik, Smart Home und Energietechnik im Raum Duisburg, haben wir die Website neu aufgebaut. Kern ist ein vierstufiger Anfrageprozess, der Besucher vom ersten Klick bis zum Erstgespräch führt und unpassende Anfragen früh aussortiert.
Umgesetzt haben wir das in Wix Studio mit eigener Programmierung (Velo) für die Schritte, die ein Baukasten allein nicht abbildet. Der Relaunch lief ohne Ausfallzeit, alte Adressen wurden weitergeleitet. Dazu kamen Onpage-Optimierung, strukturierte Daten und ein abgestimmtes Google-Unternehmensprofil für die Region.
Unser Gedanke dahinter: Mehrere kurze Schritte mit je einer Frage lassen sich am Handy leichter beantworten als eine lange Seite mit allen Feldern, auch wenn am Ende dieselben Fragen gestellt werden.

Was passiert mit den Fotos und Daten?
Fotos und Verbrauchsdaten sind personenbezogene Daten, sobald sie einer Person zugeordnet sind. Die DSGVO verlangt, dass du nur erhebst, was für den Zweck nötig ist, die sogenannte Datenminimierung nach Artikel 5 [Q4].
Für dein Formular bedeutet das: Bitte ausdrücklich um ein Foto vom Zählerkasten und vom Dach, nicht um „Fotos vom Haus“. So landen keine Gesichter, Kennzeichen oder Wohnräume in deinem Postfach. Lege außerdem fest, wie lange du Anfragen ohne Auftrag aufbewahrst, und schreib das in die Datenschutzerklärung. Wie das bei dir genau aussehen muss, klärst du mit deiner Datenschutzberatung.
Checkliste: dein PV-Formular in einer Stunde verbessern
Diese Schritte schaffst du ohne Agentur, in jedem gängigen Formularbaustein:
- Schreib die zehn Fragen auf, die du am Telefon bei jeder PV-Anfrage stellst.
- Streich alles, was du erst für das Angebot brauchst, nicht für die Einschätzung.
- Mach aus den übrigen Fragen Auswahlfelder, wo es geht.
- Setz die Postleitzahl vor die Kontaktdaten und hinterleg dein Einsatzgebiet.
- Füge zwei Foto-Felder hinzu: Dach und Zählerkasten, jeweils mit Beispielbild.
- Ergänze „Förderung gewünscht?“ mit drei Antworten.
- Formuliere die Bestätigungsmail: was als Nächstes passiert und bis wann du dich meldest.
- Füll das Formular selbst am Handy aus und stopp die Zeit.
Nach vier Wochen schaust du dir die eingegangenen Anfragen an. Welche Frage wird oft mit „weiß nicht“ beantwortet? Die formulierst du einfacher oder ergänzt ein Beispielbild. Und welche Angabe fehlt dir beim Rückruf trotzdem jedes Mal? Die kommt als Auswahlfeld dazu.
Wann du das nicht brauchst
Ein Vorsortier-Formular lohnt sich nicht, wenn PV bei dir ein Randthema ist und im Jahr nur eine Handvoll Anfragen dazu kommt. Dann reicht ein normales Kontaktformular mit dem Satz „Bitte Foto vom Zählerkasten mitschicken“. Wie das bei anderen Gewerken aussieht, zeigt unsere Seite für Handwerker-Websites in der Steiermark.
Es passt auch nicht, wenn du ohnehin jede Anlage vor Ort besichtigst, bevor du irgendetwas sagst, und dein Kalender dafür Platz hat. Und wenn deine Auftragslage voll ist, hilft dir eher eine klare Seite zu deinem Einsatzgebiet und deinen Wartezeiten als ein Formular, das noch mehr Anfragen erzeugt.
Wenn du deinen PV-Anfrageweg mit uns am Bildschirm durchgehen willst: Erstgespräch buchen.
Quellen und weiterführende Informationen
[Q1] Energie Steiermark: Photovoltaik-Anlage planen (abgerufen September 2026)
[Q2] Energienetze Steiermark: Erzeugungsanlagen, Anmeldung im Einspeiserportal (abgerufen September 2026)
[Q3] OeMAG: Förderung, EAG-Investitionszuschuss für Photovoltaik und Speicher (abgerufen September 2026)
[Q4] EUR-Lex: Verordnung (EU) 2016/679 (DSGVO), Art. 5 (abgerufen September 2026)
Häufige Fragen
Soll ich im Formular schon einen Preis anzeigen?
Eine Preisspanne kann Anfragen vorsortieren, wenn du sie ehrlich mit den Annahmen dahinter nennst. Einen Fixpreis ohne Besichtigung nennst du besser nicht. Eine Alternative: Zeig, was in einem Angebot enthalten ist.
Was mache ich mit Anfragen außerhalb meines Einsatzgebiets?
Eine kurze, freundliche Absage mit dem Hinweis, dass du dort nicht arbeitest, spart beiden Seiten Zeit. Wer einen Kollegen in der Region kennt, kann ihn nennen. Wichtig ist, dass die Antwort rasch kommt.
Wie groß dürfen hochgeladene Fotos sein?
Handyfotos sind oft mehrere Megabyte groß. Ein gutes Formular verkleinert sie beim Hochladen oder erlaubt eine vernünftige Obergrenze, damit die Übertragung auch im mobilen Netz klappt.
Kann das Formular auch Wallbox-Anfragen ohne PV abdecken?
Ja, mit einer ersten Frage nach der Leistung: Photovoltaik, Wallbox, Speicher oder Kombination. Je nach Antwort zeigt das Formular nur die passenden Folgefragen.
Geschrieben von

Adam Khalil, BSc
Gründer und Lead Developer, Kalena Designs, Graz
Adam Khalil hat Kalena Designs 2019 in Graz gegründet und baut seitdem Websites, Online-Shops und Automatisierungen für kleine Betriebe in der Steiermark. Er schreibt darüber, was eine Website an Anfragen bringt, wie lokale Sichtbarkeit bei Google und in KI-Suchen entsteht und wo KI im Betriebsalltag wirklich Zeit spart. Das Wix-Partnerkonto, über das er Wix-Studio-Projekte umsetzt, ist von Wix Studio als Expert Developer zertifiziert.
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