Kurz beantwortet
Gute Referenzfotos für Handwerker entstehen mit dem Handy: Linse putzen, aufräumen, bei Tageslicht und gerade fotografieren, vorher und nachher vom selben Punkt, dazu zwei Details. Vor der Veröffentlichung holst du das Einverständnis der Kundschaft ein, entfernst Standortdaten und gibst jedem Bild einen sprechenden Dateinamen und einen Alt-Text.
Das Wichtigste in Kürze
- Fünf gute Bilder pro Auftrag wirken mehr als fünfzig durchschnittliche: Übersicht, Vorher-nachher vom selben Punkt, zwei Details.
- Erkennbare Personen nur mit Zustimmung zeigen; § 78 UrhG schützt berechtigte Interessen der Abgebildeten.
- Standortdaten vor dem Teilen entfernen, damit niemand die Adresse deiner Kundschaft aus dem Foto liest.
- Für die Website zählen passende Größe, sprechender Dateiname und ein Alt-Text, der beschreibt, was zu sehen ist.
Gute Referenzfotos von der Baustelle zeigen deine Arbeit so, dass ein Fremder sie versteht: fertiges Ergebnis bei Tageslicht, ein Vorher-Bild aus derselben Position und ein, zwei Details, an denen man Sorgfalt erkennt. Bevor sie online gehen, entfernst du Standortdaten, fragst die Kundschaft und gibst jedem Bild einen Dateinamen und einen Alt-Text, der beschreibt, was zu sehen ist.
Nimm einen Tischler aus der Oststeiermark, der seit Jahren Küchen, Einbauschränke und Stiegen baut. Auf seinem Handy liegen Hunderte Fotos, aufgenommen zwischen zwei Handgriffen: schief, mit Werkzeug im Bild, oft im Kunstlicht der Baustellenlampe. Auf der Website zeigt er deshalb seit Jahren dieselben sechs Bilder, obwohl er längst Besseres gebaut hat.
Das Problem ist nicht das Handy. Es fehlen eine kleine Routine beim Fotografieren und ein Weg, die Bilder ohne Aufwand auf die Website zu bringen. Wie eine Website für Handwerksbetriebe rund um solche Bilder aufgebaut ist, zeigen wir auf der Branchenseite, und wie wir Websites aus Graz allgemein planen, auf der Übersicht.
Warum sind Referenzfotos für Handwerker so wichtig?
Referenzfotos sind für einen Handwerksbetrieb der schnellste Beweis, dass er kann, was er verspricht. Wer eine neue Küche oder ein saniertes Bad plant, will sehen, wie deine Arbeit aussieht, bevor er dich anruft.
Texte über Qualität und Erfahrung klingen auf jeder Website ähnlich. Ein Foto einer sauber gesetzten Fuge oder einer bündig eingepassten Schranktür lässt sich nicht kopieren. Es zeigt auch, welche Aufträge du gern machst, und zieht damit genau diese Anfragen an. Welche Rolle Vertrauenssignale insgesamt spielen, erklärt unser Artikel über Bewertungen und Kundenstimmen.
Wie fotografierst du auf der Baustelle mit dem Handy?
Gute Baustellenfotos entstehen mit wenigen Handgriffen: Linse abwischen, bei Tageslicht fotografieren, das Handy gerade halten und vorher kurz aufräumen. Eine teure Kamera brauchst du dafür nicht.
Diese Schrittfolge kannst du morgen auf der nächsten Baustelle ausprobieren:
- Linse abwischen. Staub und Fingerabdrücke machen jedes Foto milchig. Ein Hemdzipfel reicht.
- Aufräumen. Kabeltrommel, Kübel und Kartons raus aus dem Bild. Zwei Minuten Aufräumen machen mehr aus als jede Nachbearbeitung.
- Tageslicht nutzen. Fotografier mit dem Fenster im Rücken, nicht gegen das Licht. Schalte Baustrahler aus, wenn es geht, sie färben alles gelb.
- Gerade halten. Blende in der Kamera-App das Raster ein und richte senkrechte Kanten wie Türstöcke oder Wände daran aus.
- Querformat für die Übersicht. Ein Raum oder eine Fassade wirkt quer ruhiger, Details dürfen hochkant sein.
- Vorher und nachher vom selben Punkt. Merk dir den Standort, etwa den Türrahmen, und fotografier das fertige Ergebnis von genau dort. Nur so wird der Unterschied sichtbar.
- Zwei Details dazu. Ein Anschluss, eine Kante, eine Oberfläche aus der Nähe. Daran erkennen Fachleute und Kundschaft deine Sorgfalt.
Nimm lieber fünf gute Bilder pro Auftrag als fünfzig durchschnittliche. Auf der Website wirken wenige starke Fotos besser als eine lange Galerie, durch die niemand scrollt.

Was musst du vor der Veröffentlichung klären?
Vor der Veröffentlichung klärst du zwei Dinge: ob die Kundschaft einverstanden ist und ob das Bild mehr verrät, als es soll. Beides ist schnell erledigt, wenn du es zur Routine machst.
Sind Personen erkennbar, gilt in Österreich der Bildnisschutz. Nach § 78 Urheberrechtsgesetz dürfen Bildnisse von Personen nicht veröffentlicht werden, wenn dadurch berechtigte Interessen der abgebildeten Person verletzt würden (Fassung laut RIS, abgerufen im September 2026) [Q1]. Am einfachsten ist es, Menschen gar nicht erst ins Bild zu nehmen. Für Mitarbeitende und Kundschaft, die doch zu sehen sind, holst du vorher eine Zustimmung ein, am besten schriftlich.
Auch ohne Personen gehört das Einverständnis der Kundschaft dazu, denn es ist ihr Zuhause. Frag schon bei der Auftragsbestätigung, ob du das Ergebnis ohne Namen und Adresse zeigen darfst. Das ist allgemeine Information, keine Rechtsberatung, im Zweifel hilft dir die Wirtschaftskammer weiter.
Achte zudem auf Details, die den Ort verraten: Hausnummern, Autokennzeichen, Namensschilder an der Klingel, Familienfotos an der Wand oder der Blick aus dem Fenster auf ein bekanntes Gebäude. Ein anderer Bildausschnitt löst das meist.

Wie entfernst du Standortdaten aus Fotos?
Handyfotos speichern oft den Aufnahmeort in den Metadaten, also in unsichtbaren Zusatzinformationen der Bilddatei. Wer das Foto bekommt, kann darüber unter Umständen die Adresse deiner Kundschaft herausfinden.
Beim iPhone beschreibt Apple in seiner Support-Anleitung drei Wege [Q2]: Im Teilen-Menü unter „Optionen“ die Option „Standort“ ausschalten, bevor du ein Foto verschickst. In der Fotos-App über „Mehr“ und „Ort anpassen“ den Standort eines einzelnen Bildes auf „Kein Standort“ setzen. Oder unter „Einstellungen“, „Datenschutz & Sicherheit“, „Ortungsdienste“, „Kamera“ die Erfassung ganz auf „Nie“ stellen [Q2]. Bei Android-Handys heißt die Einstellung je nach Hersteller anders, du findest sie meist in den Einstellungen der Kamera-App unter Standort.
Für Firmenhandys, mit denen ihr vor allem Baustellen fotografiert, ist die dritte Variante die sicherste.
Wie bereitest du die Fotos für die Website vor?
Für die Website braucht jedes Foto drei Dinge: eine passende Größe, einen sprechenden Dateinamen und einen Alt-Text. Das Alt-Attribut ist eine kurze Bildbeschreibung, die Screenreader vorlesen und die Google zum Verstehen des Bildes nutzt.
- Größe: Ein Handyfoto in voller Auflösung ist für eine Website viel zu groß und bremst die Seite am Handy. Moderne Websites erzeugen beim Hochladen automatisch passende Größen für Handy und Bildschirm. Google beschreibt dafür in seinen Richtlinien die Techniken „srcset“ und „picture“ [Q3]. Frag deine Agentur, ob das bei dir passiert.
- Dateiname: Google empfiehlt kurze, aber aussagekräftige Dateinamen statt Namen wie „IMG00023.JPG“ (Google Search Central, Stand 04.03.2026) [Q3]. Also „einbauschrank-eiche-dachschraege.jpg“ statt der Nummer aus dem Handy.
- Alt-Text: Beschreib in einem Satz, was zu sehen ist, etwa „Einbauschrank aus Eiche unter einer Dachschräge mit grifflosen Fronten“. Google warnt ausdrücklich davor, Alt-Texte mit Keywords vollzustopfen [Q3].
Welche Fotos gehören ins Google-Unternehmensprofil?
Dieselben Fotos gehören auch in dein Google-Unternehmensprofil, denn dort sehen viele Menschen deinen Betrieb zum ersten Mal. Laut Unternehmensprofil-Hilfe akzeptiert Google Fotos als JPG oder PNG mit einer Dateigröße zwischen 10 KB und 5 MB und empfiehlt eine Auflösung von 720 mal 720 Pixel [Q4].
Die Hilfe verlangt scharfe, gut ausgeleuchtete Bilder ohne starke Bearbeitung und ohne viele Filter [Q4]. Neue Fotos können laut Google 24 bis 48 Stunden brauchen, bis sie im Profil sichtbar sind [Q4]. Wie du das Profil insgesamt pflegst, steht in unserem Leitfaden zum Google-Profil.
Aus unserer Praxis: Bilder, die die Arbeit zeigen
Für Sabrinas Paracord Werkstatt, einen Handwerksbetrieb mit Online-Shop in der Schweiz, haben wir einen Shop gebaut, in dem die Produkte so gezeigt werden, wie sie im Alltag getragen werden. Die Halsbänder sind an echten Hunden zu sehen, nicht freigestellt auf weißem Hintergrund. Für Sonderanfertigungen gibt es einen Anfrageweg mit Datei-Upload, über den Kundinnen eigene Farbmuster schicken.

Bei Handwerker-Websites bauen wir die Referenzgalerie so, dass du neue Projekte selbst vom Handy hochladen kannst. Der Aufwand pro Auftrag sinkt damit auf ein paar Minuten, und die Galerie bleibt aktuell. Wie so eine Website insgesamt aussieht, zeigt unser Leitfaden für Handwerksbetriebe.
Wann du das nicht brauchst
Du brauchst keine eigene Foto-Routine, wenn deine Aufträge fast ausschließlich über Stammkundschaft und Empfehlungen kommen und dein Kalender voll ist. Dann reichen ein paar gute Bilder im Google-Profil.
Auch bei Arbeiten, die man nach Abschluss nicht mehr sieht, etwa Leitungen hinter der Wand, sind Fotos vom fertigen Ergebnis wenig aussagekräftig. Dort zeigen Bilder während der Arbeit, sauber verlegt und beschriftet, mehr. Und wenn deine Kundschaft vor allem in sensiblen Bereichen wie Praxen oder Sicherheitstechnik sitzt, kann der Verzicht auf Fotos die ehrlichere Entscheidung sein.
Wenn du deine Referenzen neu ordnen willst, schauen wir uns deine Handyfotos gemeinsam an und planen die Galerie so, dass du sie selbst pflegen kannst: Erstgespräch buchen.
Quellen und weiterführende Informationen
[Q1] RIS: § 78 Urheberrechtsgesetz, Schutz von Bildnissen (abgerufen September 2026)
[Q2] Apple Support: Standortmetadaten in Fotos stoppen und entfernen (abgerufen September 2026)
Häufige Fragen
Darf ich Fotos von Aufträgen zeigen, die ich als Subunternehmer gemacht habe?
Frag vorher deinen Auftraggeber. Oft ist vertraglich geregelt, wer mit dem Projekt werben darf. Ein kurzes Mail mit der Bitte um Zustimmung erspart spätere Diskussionen.
Soll ich Fotos nachbearbeiten?
Gerade ausrichten, zuschneiden und Helligkeit leicht anpassen ist in Ordnung. Farben und Oberflächen solltest du nicht verändern, denn die Kundschaft erwartet genau das Ergebnis, das sie auf dem Bild sieht.
Wie oft sollte ich neue Referenzen hochladen?
Immer dann, wenn ein Auftrag fertig ist, der zeigt, was du gern öfter machen würdest. Ein fester Termin, etwa am letzten Freitag im Monat, hilft, dass es nicht liegen bleibt.
Kann ich Fotos meiner Kundschaft verwenden, die sie mir schicken?
Nur mit ausdrücklicher Erlaubnis, denn die Rechte am Foto liegen bei der Person, die es gemacht hat. Bitte schriftlich um Zustimmung und nenn auf Wunsch, von wem das Bild stammt.
Geschrieben von

Adam Khalil, BSc
Gründer und Lead Developer, Kalena Designs, Graz
Adam Khalil hat Kalena Designs 2019 in Graz gegründet und baut seitdem Websites, Online-Shops und Automatisierungen für kleine Betriebe in der Steiermark. Er schreibt darüber, was eine Website an Anfragen bringt, wie lokale Sichtbarkeit bei Google und in KI-Suchen entsteht und wo KI im Betriebsalltag wirklich Zeit spart. Das Wix-Partnerkonto, über das er Wix-Studio-Projekte umsetzt, ist von Wix Studio als Expert Developer zertifiziert.
Das Team hinter Kalena DesignsPassende Leistung
Website für Handwerker in der Steiermark
Deine Kundschaft sucht „Elektriker in der Nähe“ und entscheidet in Sekunden. Wir bauen Handwerker-Websites, die zeigen, was du kannst, wo du arbeitest, und Anfragen mit Fotos und Maßen gleich mitliefern. Ab 1.900 €.
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