Kurz beantwortet
Die meisten WordPress-Projekte kleiner Betriebe fallen in vier Gruppen: neue Website, Relaunch einer bestehenden WordPress-Seite, Online-Shop mit WooCommerce oder Umzug von WordPress auf ein anderes System. Jedes beginnt mit einer Bestandsaufnahme und endet mit Weiterleitungen, Einschulung und Wartungsplan. Die Kosten richten sich nach Seitenzahl, Texten und Funktionen; bei Kalena Designs beginnen Websites bei 1.900 €, Shops bei 4.900 €.
Das Wichtigste in Kürze
- Neubau, Relaunch, Shop oder Umzug: Jede Projektart hat eigene Risiken und eigene Schritte.
- Bei Relaunch und Umzug entscheiden Weiterleitungen darüber, ob deine Rankings erhalten bleiben.
- WooCommerce ist stark, braucht aber wegen Bestellungen und Kundendaten besonders sorgfältige Pflege.
- Wartung gehört in jedes WordPress-Angebot, nicht erst in die Rechnung nach dem ersten Problem.
Welche WordPress-Projekte gibt es?
Vier Projektarten decken fast alles ab, was kleine Betriebe mit WordPress vorhaben:
Projekt | Wann sinnvoll | Größtes Risiko | Worauf achten |
|---|---|---|---|
Neubau | Erweiterungen nötig, freie Hosting-Wahl gewünscht | überladenes Theme, kein Wartungsplan | schlankes Theme, wenige Plugins |
Relaunch | WordPress passt, aber Seite ist veraltet | Rankingverlust durch geänderte Adressen | vollständige Weiterleitungsliste |
WooCommerce-Shop | Produkte, Gutscheine oder Abos verkaufen | Sicherheitslücken, Update-Konflikte | Testumgebung, Sicherungen, Rechtstexte |
Umzug weg von WordPress | Pflegeaufwand und Ladezeit stören dauerhaft | Inhalte und Rankings gehen verloren | Inhaltsinventur, Weiterleitungen |
1. Neue Website mit WordPress
Ein Neubau mit WordPress ist sinnvoll, wenn du bestimmte Erweiterungen brauchst oder Hosting und Anbieter frei wählen willst. Entscheidend ist die Grundlage: ein schlankes Theme oder Block-Theme, wenige geprüfte Plugins und ein Hosting mit aktueller PHP-Version. WordPress selbst empfiehlt PHP 8.3 oder neuer, eine aktuelle MySQL- oder MariaDB-Version und HTTPS.
Plane von Anfang an: Wer macht Updates? Wer prüft Sicherungen? Wer ändert Inhalte? Ob WordPress überhaupt das richtige System ist, klärt der Artikel WordPress-Agentur in Graz: Wann WordPress passt.
2. Relaunch einer bestehenden WordPress-Seite
Oft ist nicht WordPress das Problem, sondern ein veraltetes Theme und über Jahre gesammelte Plugins. Ein Relaunch räumt auf, übernimmt bewährte Inhalte und gibt der Seite ein neues Design und eine klare Struktur.
Die wichtigsten Schritte:
- Inventur: alle Seiten, Beiträge, Formulare und Plugins erfassen.
- Rankings sichern: in der Search Console nachsehen, welche Seiten Besucher bringen.
- Aufräumen: Plugins ohne klaren Zweck entfernen, Funktionen zusammenlegen.
- Weiterleitungen: jede alte Adresse, die sich ändert, per 301 auf die passende neue leiten. Google beschreibt das Vorgehen in seiner Anleitung zum Website-Umzug.
- Nach dem Launch: Fehlerseiten und Rankings einige Wochen beobachten.
Alle Details stehen im Relaunch-Leitfaden und auf unserer Seite zum Website-Relaunch.
3. Online-Shop mit WooCommerce
WooCommerce macht aus WordPress einen Shop mit großer Auswahl an Zahlungs- und Versandoptionen. Weil Bestellungen und Kundendaten dazukommen, sind Updates, Sicherungen und Sicherheit hier besonders wichtig. Die WooCommerce-Dokumentation empfiehlt, vor jedem Update vollständig zu sichern und Konflikte mit einem Standard-Theme und deaktivierten Plugins einzugrenzen.
Plane zusätzlich:
- Rechtstexte für den Onlinehandel, Widerrufsbelehrung, Versand- und Zahlungsinformationen.
- Eine Testumgebung, auf der Updates vor dem Live-Shop laufen.
- Klare Zuständigkeit für Bestellungen, Retouren und Lager.
Ob WooCommerce oder eine andere Plattform besser passt, klärt der Online-Shop-Guide. Wie ein Shop mit Abo aussehen kann, zeigt unser Projekt C-SOL Roastery.
4. Umzug von WordPress weg
Wenn Pflegeaufwand, Sicherheitsupdates und Ladezeit dauerhaft stören, kann ein Wechsel sinnvoll sein, etwa zu Wix Studio oder zu einer vorab erzeugten Website mit eigenem Redaktionssystem. Inhalte werden übernommen, Design und Funktionen neu aufgebaut und jede alte Adresse weitergeleitet, damit Google die Seiten wiederfindet. Beim Relaunch unserer eigenen Website gilt dasselbe: Jede Adresse der früheren Seite bleibt erreichbar.
Wie läuft ein WordPress-Projekt ab?
Unabhängig von der Projektart folgen wir denselben Schritten:
- Bestandsaufnahme: Ziele, Inhalte, Plugins, Zugänge, bestehende Rankings.
- Konzept und Fixpreis: Struktur, Funktionen, Angebot, in der Regel in etwa 48 Stunden nach dem Erstgespräch.
- Umsetzung auf einer Testumgebung, die Suchmaschinen nicht sehen, mit Zwischenständen für dich.
- Launch mit Weiterleitungen, Einschulung und Wartungsplan.
- Nachkontrolle: Formulare, Fehlerseiten, Ladezeit und Rankings in den ersten Wochen.
Die meisten Websites sind in drei bis sechs Wochen fertig, Shops und Schnittstellen dauern länger.
Wer macht was in einem WordPress-Projekt?
Klare Rollen verhindern, dass Aufgaben liegen bleiben:
Aufgabe | Agentur | Du |
|---|---|---|
Ziel und Zielgruppe | fragt nach, schärft | kennt Betrieb und Kundschaft |
Struktur und Design | entwirft, setzt um | gibt Feedback, entscheidet |
Texte | schreibt oder überarbeitet | liefert Fachwissen, gibt frei |
Fotos | fotografiert auf Wunsch | stellt Räume und Team bereit |
Technik, Plugins, Hosting | wählt aus, richtet ein | stellt Zugänge bereit |
Pflege nach dem Launch | Updates, Sicherungen | aktuelle Inhalte, Aktionen |
Welche WordPress-Projekte sind in der Steiermark typisch?
Ein paar Beispiele, wie sie uns in ähnlicher Form immer wieder begegnen: ein Weinbaubetrieb in der Südsteiermark, der Weinpakete online verkaufen will, eine Physiotherapie, die Termine online vergeben möchte, ein Handwerksbetrieb, dessen WordPress-Seite seit Jahren kein Update gesehen hat. Jedes dieser Vorhaben fällt in eine der vier Projektarten, und jedes beginnt mit derselben Frage: Was soll die Website in einem Jahr leisten?
Mehrsprachige WordPress-Projekte
Wenn deine Website in mehreren Sprachen erscheinen soll, etwa für Gäste in einem Grazer Hotel oder für Kundschaft aus Slowenien und Italien, braucht WordPress dafür ein Plugin oder eine Multisite. Plane von Anfang an, wer die Übersetzungen schreibt und pflegt, wie die Adressen je Sprache aussehen und wie Google erkennt, welche Seite zu welcher Sprache gehört. Eine Sprache, die nur halb gepflegt wird, schadet mehr, als sie nützt.
Checkliste vor dem Projektstart
Bevor ein WordPress-Projekt beginnt, sollten diese Punkte geklärt sein. Das spart Zeit und verhindert Überraschungen:
- Zugänge: Hosting, Domain, WordPress-Admin, Google-Unternehmensprofil, Search Console.
- Sicherung: eine vollständige Sicherung des aktuellen Stands, bevor irgendetwas geändert wird.
- Inhalte: Welche Seiten und Beiträge bleiben, welche werden zusammengelegt, welche fallen weg?
- Plugins: Liste aller aktiven Plugins mit Zweck und Lizenz.
- Formulare: Wohin gehen Anfragen, wer bekommt die E-Mails?
- Recht: Impressum und Datenschutzerklärung, angepasst an die neuen Funktionen.
- Verantwortung nach dem Launch: Wer macht Updates, wer pflegt Inhalte?
Welches Hosting braucht ein WordPress-Projekt?
Das Hosting entscheidet mit über Tempo und Sicherheit. WordPress nennt als Empfehlung PHP 8.3 oder neuer, MySQL 8.0 oder MariaDB 10.11 oder neuer und HTTPS. Darüber hinaus zählen tägliche Sicherungen beim Anbieter, ein Serverstandort in der EU, eine Testumgebung und ein erreichbarer Support. Ein sehr günstiges Paket spart am Anfang wenige Euro und kostet später oft Ladezeit und Nerven.
Was passiert nach dem Launch?
Ein WordPress-Projekt endet nicht mit dem Go-live. In den ersten Wochen prüfen wir, ob Google die neuen Seiten findet, ob alte Adressen sauber weiterleiten und ob Formulare ankommen. Danach beginnt der Betrieb: Updates, Sicherungen und kleine Änderungen. Was dazugehört, beschreibt der Artikel WordPress-Sicherheit und Wartung.
Typische Fehler bei WordPress-Projekten
- Live-Seite als Baustelle: Änderungen direkt auf der echten Seite statt auf einer Testkopie.
- Weiterleitungen vergessen: Alte Adressen führen ins Leere, Rankings brechen ein.
- Zugänge beim Dienstleister: Domain oder Hosting laufen auf die Agentur, ein Wechsel wird schwierig.
- Keine Sicherung vor dem Start: Wenn etwas schiefgeht, gibt es keinen Weg zurück.
Was kostet ein WordPress-Projekt?
Das hängt von Seitenzahl, Texten und Funktionen ab. Unsere Einstiegspreise: One-Pager ab 1.900 €, Business-Website ab 3.900 €, individuelles Projekt ab 7.900 €, Online-Shop ab 4.900 €, Pro Shop mit Konfiguratoren, Abos oder Schnittstellen ab 9.900 €. Einen ersten Richtwert gibt dir der Website-Kostenrechner.
WordPress-Projekte in Graz und der Steiermark
Viele Projekte, die wir sehen, sind über Jahre gewachsen: eine Seite, die ein Bekannter gebaut hat, ein Shop, der nebenbei entstanden ist. Ob Handwerksbetrieb in Feldkirchen oder Geschäft in der Grazer Innenstadt: Wir schauen uns an, was da ist, und empfehlen den Weg mit dem wenigsten Risiko. Mehr zu unserem Webdesign findest du auf der Seite Webdesign aus Graz.
Quellen und weiterführende Informationen
Geschrieben von

Adam Khalil, BSc
Gründer und Lead Developer, Kalena Designs, Graz
Adam Khalil hat Kalena Designs 2019 in Graz gegründet und baut seitdem Websites, Online-Shops und Automatisierungen für kleine Betriebe in der Steiermark. Er schreibt darüber, was eine Website an Anfragen bringt, wie lokale Sichtbarkeit bei Google und in KI-Suchen entsteht und wo KI im Betriebsalltag wirklich Zeit spart. Das Wix-Partnerkonto, über das er Wix-Studio-Projekte umsetzt, ist von Wix Studio als Expert Developer zertifiziert.
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